Shanties

Was wir über Shanties  wissen sollten

Als Shanty bezeichnet man überwiegend die Arbeitslieder, die bei den immer wiederkehrenden Arbeiten auf einem Segelschiff von der Mannschaft große gemeinschaftliche Kraftanstrengungen erforderten. So werden die Shanties auch nach der zu verrichtenden Arbeit eingeteilt. Ein Fall-Shanty wurde also gesungen, wenn an einem Fall gezogen werden mußte.
Für alle Landratten:
Wer kennt nicht das gemeinsam gerufene Hau Ruck, Hau Ruck vom Tauziehen?

Beim Shantygesang an Bord, gab und gibt es ein Konzert zwischen demjenigen, der die Kommandos aussingt und den Ausführenden, die antworten.

Zur Zeit der Großsegelschiffe, galt jeder ausgesprochene Hinweis auf Mißstände an Bord oder jede Kritik an der Schiffsführung als Meuterei  und wurde mit schwersten Strafen belegt.
Ein Shanty konnte und sollte aber zur Koordinierung der Kräfte gesungen werden. Wenn dann mit dem Lied auch auf Widrigkeiten hingewiesen wurde war das eben ein Nebeneffekt.

Bestes Beispiel hierzu aus unserem Repertoire ist das Rolling Home im deutschen Original Magellan. Als typisches Gangspill-Shanty beschreibt es die Mißstände auf dem ohlen Kasten. Hierzu ist nachgewiesen, das der Verfasser, Rob. Hildebrandt aus Cremessen, Provinz Posen 1880 wegen des Liedes ins „Journal“ geschrieben wurde und vom Waterschout Tetens mit
„3 Monat Heuerabzug“ beknackt wurde.

GESCHICHTE

Sogenannte Shanties sangen die Seeleute früher während der harten Arbeit auf den Segelschiffen. Daher gibt es auch verschiedene Rhythmen, denn das Segelreffen erfolgte beispielsweise in einem anderen Takt als das Lichten des Ankers.

In den gemeinschaftlich gesungenen Liedern verarbeiteten die Seeleute auch ihre oft harten Erlebnissen auf dem Meer.